Wie blei­ben Führungskräfte im Gesundheitswesen hand­lungs­fä­hig, ohne sich von äuße­ren Erwartungen oder inne­ren Antreibern steu­ern zu las­sen?

Macht Coaching Führungskräfte unab­hän­gi­ger oder abhän­gig?

Wie kön­nen Führungskräfte auch unter Druck, Unsicherheit und wider­sprüch­li­chen Erwartungen ihre Fähigkeit bewah­ren, bewusst zu den­ken, zu ent­schei­den und zu han­deln?

Gutes Coaching gibt kei­ne Antworten. Es hilft Führungskräften, bes­se­re eige­ne Antworten zu fin­den.

Warum Führungskräfte nicht noch mehr Ratschläge brauchen

Führungskräfte in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und gemein­nüt­zi­gen Organisationen haben heu­te sel­ten ein Informationsdefizit.

Empfehlungen kom­men von Trägern, Aufsichtsgremien, Beratern, Auditoren, Verbänden oder Personalabteilungen. Hinzu kom­men Fachliteratur, Kongresse, Webinare und der Erfahrungsaustausch mit Kolleginnen und Kollegen. Gute Ratschläge sind reich­lich vor­han­den.

Dennoch berich­ten vie­le Führungskräfte von einer zuneh­men­den Unsicherheit bei Entscheidungen.

Der Grund liegt meist nicht dar­in, dass ihnen Wissen fehlt. Vielmehr bewe­gen sie sich in einem Umfeld, das von hoher Komplexität geprägt ist. Unterschiedliche Interessen müs­sen berück­sich­tigt, begrenz­te Ressourcen ver­teilt und Zielkonflikte aus­ba­lan­ciert wer­den. Selten gibt es eine Lösung, die für alle Beteiligten glei­cher­ma­ßen rich­tig ist.

Die eigent­li­che Herausforderung lau­tet des­halb nicht: „Was ist die rich­ti­ge Entscheidung?”

Sondern: „Wie fin­de ich unter unsi­che­ren Bedingungen einen trag­fä­hi­gen Weg?”

Mehr Wissen löst kei­ne Zielkonflikte

Nehmen wir das Beispiel einer Pflegedienstleitung.

Sie steht gleich­zei­tig unter dem Druck des Fachkräftemangels, muss Qualitätsanforderungen erfül­len, wirt­schaft­li­che Vorgaben beach­ten und die Belastung ihrer Mitarbeitenden im Blick behal­ten.

Jede Entscheidung erzeugt Auswirkungen an ande­rer Stelle. Mehr Informationen oder zusätz­li­che Handlungsempfehlungen lösen die­sen Zielkonflikt nicht zwangs­läu­fig.

Denn vie­le Führungsfragen sind kei­ne Wissensfragen.

Es sind Reflexions- und Entscheidungsfragen.

Genau hier setzt Coaching an

Coaching unter­schei­det sich grund­le­gend von Beratung.

Während Berater ihr Fachwissen ein­brin­gen und Empfehlungen aus­spre­chen, ver­folgt Coaching einen ande­ren Ansatz. Es lie­fert kei­ne fer­ti­gen Antworten und kei­ne Patentrezepte.

Stattdessen unter­stützt Coaching Führungskräfte dabei,

  • kom­ple­xe Situationen bes­ser zu durch­drin­gen,
  • unter­schied­li­che Perspektiven ein­zu­neh­men,
  • eige­ne Denkmuster zu erken­nen,
  • Prioritäten zu klä­ren und
  • trag­fä­hi­ge Entscheidungen zu ent­wi­ckeln.

Das Ziel ist dabei nicht, die Führungskraft abhän­gi­ger von exter­nen Experten zu machen.

Im Gegenteil:

Coaching stärkt die Fähigkeit zur Selbststeuerung und för­dert die Autonomie der Führungskraft.

Die Wirkung ent­steht oft im Unsichtbaren

Viele Entscheidungen wer­den nicht allein durch Sachargumente beein­flusst. Häufig wir­ken unbe­wuss­te Muster und inne­re Antreiber mit.

Der Wunsch, es allen recht zu machen. Der Anspruch, kei­ne Fehler machen zu dür­fen. Das Bedürfnis, jeder­zeit Kontrolle zu behal­ten.

Gerade in anspruchs­vol­len Führungsrollen kön­nen sol­che inne­ren Dynamiken Entscheidungsprozesse erheb­lich beein­flus­sen.

Coaching schafft einen Raum, die­se Muster zu erken­nen und bewusst mit ihnen umzu­ge­hen. Dadurch ent­ste­hen oft neue Handlungsoptionen, die zuvor nicht sicht­bar waren.

Führung braucht heu­te mehr Reflexion als Rezepte

In einer zuneh­mend kom­ple­xen Welt wird die Qualität von Führung immer weni­ger davon abhän­gen, wer die meis­ten Antworten kennt.

Entscheidend wird viel­mehr, wer in der Lage ist, wider­sprüch­li­che Anforderungen aus­zu­hal­ten, unter­schied­li­che Perspektiven ein­zu­be­zie­hen und auch unter Unsicherheit ver­ant­wort­li­che Entscheidungen zu tref­fen.

Coaching kann die­se Verantwortung nicht abneh­men.

Aber es kann Führungskräfte dabei unter­stüt­zen, ihr wirk­sam begeg­nen zu kön­nen.

Gutes Coaching gibt kei­ne Antworten. Es hilft Führungskräften, bes­se­re eige­ne Antworten zu fin­den.

Sprechen Sie uns gern an, wenn Sie Interesse an einem Coaching haben. 

Welche Führung braucht eine Organisation wirklich?

Wenn man Vorstände, Geschäftsführungen oder Aufsichtsgremien fragt, wel­che Art von Führung ihre Organisation benö­tigt, lau­tet die Antwort häu­fig:

„Wir brau­chen star­ke Führungskräfte.”

Doch was bedeu­tet eigent­lich stark?

Lange Zeit wur­de Stärke vor allem mit Durchsetzungsfähigkeit, Entscheidungsfreude und Kontrolle ver­bun­den. Diese Fähigkeiten blei­ben wich­tig. In einer zuneh­mend kom­ple­xen Organisationswelt rei­chen sie jedoch allein nicht mehr aus.

Denn vie­le Entscheidungen bewe­gen sich heu­te in Spannungsfeldern:

  • zwi­schen Wirtschaftlichkeit und Versorgungsqualität,
  • zwi­schen Mitarbeitendenorientierung und Leistungsanforderungen,
  • zwi­schen Stabilität und Veränderung,
  • zwi­schen unter­schied­li­chen Erwartungen ver­schie­de­ner Anspruchsgruppen.

Für sol­che Situationen gibt es sel­ten ein­deu­ti­ge Antworten.

Deshalb gewin­nen ande­re Fähigkeiten an Bedeutung.

Vielleicht sind die wirk­sams­ten Führungskräfte heu­te die­je­ni­gen,

  • die ihr eige­nes Denken reflek­tie­ren kön­nen,
  • die per­sön­li­che Muster und blin­de Flecken erken­nen,
  • die Widersprüche und Ambivalenzen aus­hal­ten,
  • die auch unter Unsicherheit hand­lungs­fä­hig blei­ben,
  • die sich weder von Konflikten noch von Erwartungen voll­stän­dig bestim­men las­sen.

Kurz gesagt: Führungskräfte, die über ein hohes Maß an Selbstführung ver­fü­gen.

Coaching stärkt die Führung hin­ter der Führung

Organisationen benö­ti­gen Menschen in Verantwortung, die nicht auf jede Situation mit einem neu­en Rezept reagie­ren, son­dern Orientierung geben kön­nen, wenn es kei­ne ein­fa­chen Lösungen gibt.

Genau hier liegt der Beitrag von Coaching.

Nicht dar­in, Antworten zu lie­fern.

Sondern dar­in, die Fähigkeit zu stär­ken, mit Komplexität umzu­ge­hen, Klarheit zu gewin­nen und trotz wider­sprüch­li­cher Anforderungen ver­ant­wort­li­che Entscheidungen zu tref­fen.

Denn star­ke Führung ent­steht nicht dadurch, dass jemand alle Antworten kennt. Sie ent­steht dadurch, dass jemand auch dann hand­lungs­fä­hig bleibt, wenn es kei­ne ein­fa­chen Antworten gibt.

Bei Interesse an Coaching für Führungskräfte, Aufsichtsräte, Vorstände oder Geschäftsführungen kön­nen Sie einen Termin für ein Vorgespräch buchen.

Was Coaching leisten kann und was nicht

Rund um Coaching hal­ten sich hart­nä­cki­ge Vorstellungen. Manche Führungskräfte begeg­nen dem Thema des­halb mit Skepsis, ande­re ver­bin­den damit Erwartungen, die Coaching gar nicht erfül­len soll.

Ein Blick auf die häu­figs­ten Mythen zeigt, wor­um es beim Coaching tat­säch­lich geht.

Mythos 1: „Coaching ist etwas für Führungskräfte mit Problemen.“

Realität: Coaching wird häu­fig von erfolg­rei­chen Führungskräften genutzt, die ihre Wirksamkeit wei­ter stei­gern wol­len.

Ähnlich wie Spitzensportler Trainer und Coaches an ihrer Seite haben, neh­men auch erfah­re­ne Führungskräfte Coaching in Anspruch, um ihre Perspektiven zu erwei­tern, Entscheidungen zu reflek­tie­ren und ihre Führungsrolle bewuss­ter aus­zu­ge­stal­ten.

Coaching ist kein Zeichen von Schwäche. Oft ist es Ausdruck eines pro­fes­sio­nel­len Verständnisses von Führung und per­sön­li­cher Weiterentwicklung.

Mythos 2: „Der Coach sagt mir, was ich tun soll.“

Realität: Coaching ist kei­ne Beratung.

Ein Coach lie­fert in der Regel kei­ne fer­ti­gen Lösungen und kei­ne Handlungsempfehlungen nach dem Muster: „Tun Sie A statt B.”

Seine Aufgabe besteht viel­mehr dar­in, Denkprozesse anzu­re­gen, Perspektivwechsel zu ermög­li­chen und Reflexion zu för­dern.

Die Verantwortung für Entscheidungen bleibt dort, wo sie hin­ge­hört: bei der Führungskraft selbst.

Gerade des­halb stärkt Coaching die Selbststeuerung und nicht die Abhängigkeit von exter­nen Experten.

Mythos 3: „Coaching ersetzt Führungsausbildung.“

Realität: Wissen und Reflexion erfül­len unter­schied­li­che Funktionen.

Führungsausbildungen ver­mit­teln Methoden, Instrumente und fach­li­che Grundlagen. Coaching dage­gen beschäf­tigt sich mit der Anwendung die­ses Wissens in kon­kre­ten Situationen.

Denn zwi­schen dem Wissen dar­über, wie gute Führung funk­tio­niert, und dem tat­säch­li­chen Handeln im Alltag liegt oft eine gro­ße Lücke.

Coaching hilft dabei, die­se Lücke zu schlie­ßen.

Es ergänzt Wissen durch Reflexion, Selbstwahrnehmung und per­sön­li­che Klarheit.

Ich freue mich dar­auf, Sie ken­nen­zu­ler­nen.